Freitag, 19. April 2019

Mehr Chang Jiang...

...wie der Jangtse auf  chinesisch heißt. Manchmal auch Yanktze geschrieben. 



Hier einige Dutzend Kilometer vor dem Damm, ist die Wassertiefe bereits gut 50 m. Natürlich hat sich das Leben der Menschen verändert. Zog sich früher ein Bach durch ein Seitental ist es heute ein breiter, tiefer Fluss. Landwirtschaft wie früher in der Ebene ist nun an den Steilhängen nicht mehr möglich. Tausende Bauern wurden fernab umgesiedelt. Wer blieb, musste sich neu organisieren und wohnt in den Neustädten am Fluss. 



An einigen Stellen wird - für Touristen - an die alten Kulturen erinnert. Entlang des Shennong-Flusses lebt die ethnische Minderheit der Tujia. Früher wurden diese Boote, weil das Wasser zu niedrig, von Land aus gezogen. Traditionell machten das die Männer nackend. Fielen sie ins Wasser, hätten sie größere Rettungschancen, im Winter waren ihre nassen Klamotten auch unangenehm. 



Heute kann man rudern. 





Die Boat Tracker, die über tausend Jahre die Warenversorgung in den Dörfern sichergestellt hatten, arbeiten heute hauptsächlich für die Touristen. Traditionelle Tujiadörfer in den Bergen um den Shennang haben allerdings bis heute keine Straßenverbindung nach außen. Das Leben kommt nur per Smartphone ins Haus. Natürlich arbeitet man daran, dass es die Kinder mal besser haben, irgendwo studieren und nicht nur glücklich, sondern auch vermögend werden. Langsam werden die Dörfer dann aussterben - wahrscheinlich. 

Unsere Tuja-Guide:






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